Fahrzeugbeschreibung

Das Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 (kurz: HLF 20) ist das Erstangriffsfahrzeug der Stützpunktfeuerwehr Moringen. Die Beladung ist dabei auf die unterschiedlichsten Einsatzszenarien im Bereich der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung ausgelegt. Somit kann das Fahrzeug für den Erstangriff bei Zimmerbränden oder Verkehrsunfällen sowie anderen Einsatzlagen genutzt werden. Um das Aufgabenspektrum zu erweitern und an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen, wurde die feuerwehrtechnische Ausrüstung dieses Fahrzeugs über die Norm hinausgehend erweitert.

Für den Erstangriff sowie für Einsätze abseits der Wasserversorgung durch Hydranten verfügt das HLF 20 über einen eingebauten Löschwassertank mit einem Fassungsvolumen von 2.000 l.  Die Feuerlöschkreiselpumpe im Heck des Fahrzeugs erbringt eine Nennförderleistung von 1.000 l Wasser pro Minute bei einem Betriebsdruck von 8 bar.

Die Fahrzeugkategorie der Tanklöschfahrzeuge 16/25 war bis zum Jahr 2005 in der DIN 14530-20 genormt. Mittlerweile wurde diese Norm zurückgezogen, da die konzeptionelle Fahrzeugnutzung nicht mehr den Anforderungen des modernen Brandschutzwesens entspricht. Anstatt Tanklöschfahrzeuge, welche den örtlichen Bedürfnissen entsprechend zusätzlich ausgestattet sind, werden für den Erstangriff nun (Hilfeleistungs-)Löschgruppenfahrzeuge oder Tragkraftspritzenfahrzeuge eingesetzt.

Diese Fahrzeugtypen verfügen ebenfalls über einen entsprechenden Wassertank. Tanklöschfahrzeuge werden nun lediglich zum Wassertransport an entlegene Einsatzstellen entweder mit einem großvolumigen Tank oder einer sehr guten Geländefähigkeit genutzt. Aufgrund des hohen Fahrzeugalters des Moringer TLF 16/25 befindet sich derzeit ein Ersatzfahrzeug in der Anschaffung. Mit der Auslieferung eines Hilfeleistungslöschfahrzeugs 20 (kurz: HLF 20) ist zum Jahreswechsel 2016 / 2017 zu rechnen.

Besatzung Gruppe (1:8)
Funkrufname Florian Northeim 27-48-10
Baujahr 2017
Fahrgestell Mercedes-Benz Atego 1529 AF
Aufbau Schlingmann
Leistung 210 kW (286 PS)
Getriebe automatisches Schaltgetriebe Allison 3000 P
Allradfahrgestell mit einem Radstand von 4.160 mm  
zulässige Gesamtmasse 16 to

Geräteraum 1,3 und 5

Auf der linken Fahrzeugseite sind die drei Geräteräume 1, 3 und 5 angeordnet. Hierin befinden sich unterschiedliche Ausrüstungsgegenstände für die Abarbeitung von Brandeinsätzen und technischen Hilfeleistungen.

Für technische Hilfeleistungen, insbesondere nach Verkehrsunfällen, befinden sich auf dieser Fahrzeugseite im Geräteraum 1 unterschiedliche Gerätschaften, wie zum Beispiel der Hilfeleistungssatz und unterschiedliche Materialien zum Abstützen und Sichern verunfallter Kraftfahrzeuge. Zum Schutz der Feuerwehrangehörigen vor Atemgiften sind im Geräteraum 3 insgesamt zwei zusätzliche umluftunabhängige Atemschutzgeräte gelagert. Im Geräteraum 3 wurde ein Überdrucklüfter untergebracht. Neben Bindemittel und Schlauchtragekörben befindet sich im Geräteraum 5 spezielles Material zur Fahrzeugstabilisierung. 

Geräteraum 2, 4 und 6

Neben diversen kleineren Ausrüstungsgegenständen befinden sich in den Geräteräumen auf der rechten Fahrzeugseite Ausrüstungsgegenstände zur Ausleuchtung von Einsatzstellen und Stromerzeugung. Weiterhin befindet sich im Geräteraum 2 umfangreiches Material zum Absichern einer Einsatzstelle. Neben einer Chiemseepumpe, die bei vollgelaufenen Kellern zum Einsatz kommt, befindet sich im Geräteraum 4 ein Wassersauger um auch kleinste Wassermengen beseitigen zu können. Im Geräteraum 6 findet man neben ausreichend Schlauchmaterial noch einen 30 Meter C-Schlauch für einen Schnellangriff.

In den sog. Traversenkästen auf beiden Fahrzeugseiten wurde jeweils ein Verteiler und ein B-Schlauch verlastet. Außerdem befindet sich auf dieser Fahrzeugseite eine Hygienewand mit Wasch- und Reinigungsmaterialien, sodass sich die Feuerwehrangehörigen nach Einsätzen bereits an der Einsatzstelle grob waschen können.

Geräteraum rückseitig

Am rückseitigen Geräteraum befindet sich der Bedienstand der eingebauten Feuerlöschkreiselpumpe. Zusätzlich sind hier weitere Gerätschaften für die Wasserzuführung an das Hilfeleistungslöschfahrzeug gelagert.